17.05.2012

So, jetzt bin ich  2 Jahr in meiner Familie.

Die haben nicht aufgegeben!

 

Ja was soll ich als Mensch da sagen, nein wir haben nicht aufgegeben. Wir haben ein spannendes, anstrengendes, aufregendes ..... Jahr hinter uns.

Wir waren dem Wahnsinn nahe, hätten den kleine Irren gerne abgegeben und dabei unser Herz gebrochen, sind aber  Gott sei Dank immer wieder auf die Füsse gefallen und haben unseren kleinen Irren noch.

 

Im Januar war Susanne Kühn bei uns zu besuch. Wir haben noch einmal alle gelernten Übungen wiederholt und weitere Feinheiten besprochen. Das hat uns auch erstmal wieder weiter gebracht.

 

Irgendwann hab ich dann den Entschluß gefaßt, Hutch ist Hutch, ich bin ich!

Aber was viel wichtiger ist, ich kann gar nicht Susanne oder Maja sein. Ich bin von den Beiden so fasziniert, ich bewundere deren Umgang mit den Hunden so, dass ich ganz vergessen habe, dass die Beiden ja nicht Anke Randecker heißen und eine ganz andere Umgangform, Ausstrahlung, Musse .... haben als ich. 

Ich habe mir irgenwann eingestanden, dass ich die ganze Zeit versucht habe so zu sein wie Maja oder dann Susanne. Das war wohl falsch! Ich habe soviel gelernt und sehe das Zusammenleben mit Hunden nun aus einer ganz anderen respektvolleren Sicht. 

Aber ich kann mich nicht verdrehen: So und da ich dass jetzt klar habe, klappt es auch alles besser. 

Selbstverständlich halte ich mich an den gelernten. Aber ich versuche nicht mehr alles sofort hinzubekommen. Ich lasse mir Zeit. Wie bei den Kindern. Gut Ding braucht weil!.

 

Hutch und ich, wir sind mittlerweile ein gutes Team. Er ist zwar immer noch voll nach vorne ausgerichtet, aber hier brauche ich ganz viel Ruhe. Die hab ich natürlich nicht immer. Witzig ist, wenn ich dann aber die innere Ruhe gefunden habe, dann geht alles viel viel besser. Langsam und konzentriert, dass ist die Lösung. Und natürlich ganz ganz viel Geduld. 

 

Nach wie vor kann ich nur sagen, Hutch ist wirlich kein einfacher Hund. Aber er ist der liebst kleine Kerl, denn ich mir nur wünschen kann. Wir werden die nächsten Jahre noch viel erleben, viel lernen und immer mehr zueinander finden und uns gegenseitig vertrauen. Und dann, ja dann werde ich sagen wir haben alles richtig gemacht.

 

Hätte sich im vergangenen Jahr jemand gefunden, der uns gesagt hätte, komm gebt mir Hutch, ich kann ihn ein besseres Leben bieten, dann hätten wir Hutch abgegeben, wenn alles gestimmt hätte.

 

Aber wo soll er es wohl besser haben mit all seinen Macken. Bei uns wird er vom ganzen Herzen geliebt. Und wir bemühen uns mit all unseren Kräften. Wir tun wirklich alles, auch wenn wir nicht alles richtig machen, aber er hat es soooo gut bei uns. Manch andere Hund wäre neidisch!.

Ich habe mir ein Ziel gesetzt. Hutch wird der Hund, den ich mir immer gewünscht habe. Ich werde das hinbekommen, auch wenn es noch lange Zeit dauern wird, aber ich werde es schaffen.

 

So jetzt mal ein paar tolle Verbesserungen:

 

Hutch ist ohne Leine hervorragend abrufbar. 

Wir gehen ohne Leine aus dem Haus, ohne das er gleich weg ist.

Autos interessieren nicht mehr.

Radfahrer dürfen an uns vorbei ohne Angst haben zu müssen, dass sie Lebendfutter werden.

Er verträgt sich mit fast allen Hunden, nur nicht an der Leine!

Wir können mit anderen spazieren gehen.

Unser Besuch wird vernümpftig begrüßt, vorher wird im Korb gewartet:

Er entspannt sich alleine in seinem Korb, läuft nicht mehr wie ein Irrer durch die Gegend.

Vom Auto zum Haus, ohne Leine ohne wegzulaufen.

An der Schleppleine, welche auf dem Boden liegt geht er nicht weiter als 10 Meter von uns weg.

 

ER RIECHT, ERKUNDET DIE UMWELT

 

ICH KANN MIT IHN FAHRRAD FAHREN!!!! Aber nur ganz langsam keine Sprints!

Aber dafür lange Strecken.

 

Wir (mein Mann, Max, Hutch und ich) können zusammen spazieren gehen. Auch lange Wege!!

 

Er schnappt nicht mehr nach jedem Menschen, da ich  jeden darauf hinweise, ihn bitte nicht anzufassen. Später dürfen sie das dann, dann mag er es auch. Aber bitte nicht von oben!

 

Also ein fast normales Hundefamilienleben!