Schleppleine

Schleppleine, dieses Ding kannte ich bisher nur aus dem Fernsehn. Wer Martin Rüter mal gesehen hat oder sonst eine der vielen Sendung die sich mit der Hundeerziehung befassen kennt sie.

Na ja, unser Hutch meint ja mit seinen grad mal 4 Monaten, dass die Welt ja so spannend ist, dass er doch einfach mal anfängt zu hüten, zu hüten, zu hüten. Autos, Radfahrer und Jogger.

Anfangs hatte alles super geklappt. Aber mit einem Mal, warum auch immer, wir haben es nicht rausbekommen, meint der liebe kleine Hutch doch, dass er mal schnell hinter diesen tollen Flizter her rennen muss. 100m  1000 Meter und mehr. Da half keine Schreien, kein Hinterherlaufen, da half Nichts ausser warten.

Irgendwann stellte er dann fest, dass er das komische Ding was wir Auto nennen wohl nicht mehr ins Rudel zurückholen kann und kam voller Freude zurück zu uns. Toll. Was machen wir jetzt. Zusammenschreien, schütteln, alles Blödsin. Nichts. Die Stimme war angespannt aber trotzdem waren wir ja froh, dass nichts passiert ist und das Hutch überhaupt wieder gekommen ist.

Das sollte aber nicht bei den einen Mal bleiben.

Die Konsequenz daraus ist die Schleppleine.

 

Wir können Hutch nicht mehr ohne Leine laufen lassen. Wir müssen ihn schützen aber auch die Menschen die auf dem Fahrrad oder im Auto sitzen.

Jetzt üben wir also mit dieser doch eigentlich guten Erfindung.

 

15 Meter, sau dreckig und richtig scharf in der Hand. Das ist als wenn man ein Pferd longieren will. Aber da wir ja wollen, dass unser HUTCH irgendwan begreift, dass er nicht alles zu hüten hat und da wir ja keinen neuen Hutch haben wollen werden wir jetzt gnadelos üben.

 

Der richtige Umgang ist gar nicht so einfach.

Hier ein paar Tipps von uns:

 

  • Umbedingt Handschuhe anziehen.
  • Nicht über dreckige Hände oder Hosen ärgern.
  • Aufpassen, dass man sich nicht darin verwickelt.
  • Die Leine auf den Boden schleifen lassen. Nicht in der Hand behalten! So können die Hunde auch mit anderen Hunden spielen ohne sich zu verheddern. 
  • Der Hund hat eine wahnsinige Kraft wenn er 15 Meter entfernt ist.
  • Immer voll konzentriert sein.
  • Ein Abrufkommando üben.
  • Rechtzeitig zurückrufen, sonst hat die Leine keinen Sinn.

 

Es ist anstrengend, aber Hutch hat so doch etwas mehr Auslauf und wir haben ihn sicher unter Kontrolle.

 

Also auch hier kann ich nur sagen: tolle Erfindung. Wenn auch nervig!

Immer Schinken oder Wurst dabei haben. (Besondere Belohnung)